chromatische Harfe
chromatische Harfe
۱۷٫ Jahrhundert
Europa
Description
Der eigenartig angeordnete Bezug besteht aus 53 chromatisch gestimmten, in zwei Reihen miteinander parallel laufenden Darmsaiten im Umfang von Contra-G – e3 (vier Oktaven und Sexte); doch fehlen in der chromatischen Reihenfolge die in der damaligen “reinen” (untemperierten) Stimmung nicht verwendbaren drei tiefsten und die beiden höchsten Halbtöne. Die diatonischen Basssaiten (vom Contra-G – h der kleinen Oktave) werden mit der linken Hand geschlagen, während für die rechte die dazwischen liegenden Halbtöne bestimmt sind. Im Diskant tritt ein umgekehrtes Verhältnis ein: die diatonischen Saiten sind für die rechte, die chromatischen für die linke Hand bestimmt
(Description (decorative
Die Zargen des merkwürdigen Instruments sind mit geschnitzten Blattornamenten geschmückt, die einen romanisierenden Stil erkennen lassen. Die Decke zeigt primitive Blumenmalerei auf hellgelbem Grunde und acht paarweise angeordnete Rosetten, über denen sich noch zwei kleine herzförmige Schallöffnungen befinden. Der Hals ist mit polychromierten Blattschnitzereien reich verziert. Die eckige Vorderstange wird von einem geschnitzten Kinderkopf gekrönt, der eine wohl unfreiwillige Karikatur bildet
Measurements
Höhe: 1,72 m; Breite: 75 cm
Literature references
Georg Kinsky: Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln, Bd. 2, Köln 1912, S. 16f



